Philip Reding online

Das Gesamtwerk Alois B. Stocher, KEH und OLAF

with 3 comments

Hiermit spreche ich dem Team rund um die Figur Alois B. Stocher, die Kriegsentwicklungshilfe KEH und die Organisation zur Lösung der Ausländerfrage OLAF einen schönen Preis für ihr Gesamtwerk zu. Herzliche Gratulation.

«Wir sind für Sie da. Für eine sorgenfreie Schweiz!»

Bild Dr. Alois Stocher, Geschäftsführer OLAF

Zum Juryentscheid

Bereits die Kampagne Kriegsentwicklungshilfe KEH, welche letztes Jahr zwecks Abstimmung zum Exportverbot von Kriegsmaterial lanciert wurde, liess einiges an satirischen Absichten erkennen. Der Persönlichkeit des Dr. Alois B. Stocher gelang der mediale Durchbruch aber erst mit der Organisation zur Lösung der Ausländerfrage OLAF. Nachfolgend eine vereinfachte Analyse:

Das Gesamtwerk stützt sich vor allem auf die aufwendigen Websites des KEH und OLAF (respektive volksbefreiung.ch). Dazu kommen Social Media-Plattformen wie Facebook mit dem Profil des Alois Stocher sowie Yoube-Chanels fürs KEH und OLAF. Ergänzend dienen kleinere Aktionen wie der Auftritt bei der „Waffensammelaktion“ am Helvetiaplatz Zürich, der Besuch bei bei SVP-Parlamentarierern am Vorabend der Bundesrats-Ersatzwahl und kleinere Youtube-Filmchen (siehe Social Media-Einsatz). Was kann man rausholen mit solch bescheidenen Mitteln?

Website voller liebevoller Details

Bild OLAF, olaf-schweiz.ch/

Die Reservation der URL volksbefreiung.ch/ war kein schlechter Schachzug, wenn olaf-schweiz.ch/ auch gereicht hätte. Was die OLAF will, formuliert sie nicht weniger direkt als ihre grosse Schwester im Geiste:

Ausgehend von der Volksbefragung der SVP hat OLAF ein umfassendes Massnahmenpaket entwickelt, das die ausländerpolitischen Forderungen der SVP konsequent weiterentwickelt und verwirklicht.

OLAF hat die Fragebögen ausgewertet. Die Tendenzen sind klar: Es besteht ein riesiger Handlungsbedarf! Genau wie es die SVP vorhergesagt hat, fühlen sich viel Schweizerinnen und Schweizer immer fremder im eigenen Land. Der Grund: Ausländerkriminalität, der hohe Ausländeranteil bei den Arbeitslosen und in den Sozialversicherungen, ein sinkendes Bildungsniveau aufgrund integrationsunwilliger ausländischer Eltern.
OLAF findet: Genug diskutiert! Jetzt wird gehandelt!

Aufgrund unserer Auswertungen lassen sich sämtliche Fragen in einem einzigen Satz beantworten:
Jeder Ausländer in der Schweiz ist ein Ausländer zu viel!

Die Lösung folgt sogleich in Form des „3-Phasen-Lösungsmodells“:

Bild olaf-schweiz.ch

1. Markierung
Die Auswertung der SVP-Befragung zeigt klar, dass nicht nur der kriminelle, sondern JEDER AUSLÄNDER eine potenzielle Gefahr für die Schweizer Bevölkerung darstellt.
Darum hat OLAF spezielle Armbinden produziert, mit denen sämtliche Ausländer markiert werden sollen. Die Farbe der Armbinde zeigt den Kulturkreis des Trägers an und gibt so der Polizei wichtige Hinweise auf die potenziellen Täterschaft. Dadurch wird es endlich möglich, Verbrechen vorzubeugen, bevor es zu spät ist!

2. Sammlung
Nachdem alle Ausländer markiert sind, werden wir unsere breit angelegte Sammelaktion starten. Hierfür stehen in Lichtenstein spezielle Hallen bereit, wo die gesammelten Ausländer zwischengelagert und für ihren Abtransport in die Herkunftsländer vorbereitet werden.

3. Ausschaffung
Bei der Ausschaffung können wir auf die bestehende Infrastruktur der KEH (Kriegsentwicklungshilfe) zurückgreifen, die im Besitz ist von Containern, Wagons und dem nötigen Knowhow für den Export in die Herkunftsländer.

Garniert werden die sauber sortieren Themenlinks mit wohlbekannten Zitaten von SVP-Exponenten:

«Ist unsere Schweiz nicht ein grossartiges Land?»

Urlich Schlür, SVP

«Es geht doch nicht, dass die Ausländer immer mehr bewaffnet sind und der ehrliche Schweizer Bürger entwaffnet wird.»

Christoph Mörgeli, SVP

Nicht zu vergessen das nette Feature, welches selbst der NZZ am Sonntag eine Zeile wert war: „Unter http://www.volksbefreiung.ch können besorgte Bürger die „fremden Fötzel“ zur Ausschaffung vorschlagen.“

Und das sieht dann so aus:

Dank den Hinweisen aus der Bevölkerung ist es OLAF nicht nur gelungen, die untergetauchten Besim Jahari (Kosovo) und Elilvili Ramanathan (Sri Lanka) ausfindig zu machen. Auch sämtliche Top-Platzierte der Ausschaffungscharts von Woche 2 (28.9.-5.10.10) hat OLAF inzwischen in ihre Herkunftsländer zurückgeschafft:
– Rodian Popescu, Rumänien (1)
– Gheorge Dinu, Rumänien (2)
– Ioan Lupescu, Rumänien (3)
– Aan Dumitrach, Rumänien (4)
– Steno Georgescu, Rumänien (5)
– Mladen Curuvija, Serbien (6)
– Cristian Dumitrescu, Rumänien (7)
– Akim Ndur, Nigeria (8)
– Bodgan Raducanu, Rumänien (9)
– Gete Wolde, Äthiopien (10).
Angesichts der immensen Probleme in unserem Land scheinen 10 Ausländer weniger zwar nur ein kleiner Schritt auf dem langen Weg zu einer sicheren Schweiz. Wer jedoch die SVP oder OLAF kennt, weiss, dass wir nicht vorhaben, auf der ersten Stufe stehen zu bleiben. Unbeirrt von den Stör- und Sabotageversuchen der Linken kommen wir unserem Ziel mit jeder Abstimmung, mit jeder Ausschaffung ein wenig näher: Schritt um Schritt, Stufe um Stufe.
Helfen Sie uns dabei: Wählen Sie SVP, unterstützen Sie OLAF!

Über ein SVP-Logo und „Diskutieren Sie mit!“-Aufruf gelangt man direkt zur genannten Partei – die wird sich freuen.

(zu den videos mehr unter „Social Media“)

Bild Screenshot kriegsentwicklungshilfe.ch

Auf der Website der Kriegsentwicklungshilfe erfährt man am meisten über Dr. Alois B. Stocher, wie etwa zu seinem Studium der „Militärwissenschaften und Ehtik in Beirut“ von 1981 – 1986, abgeschlossen mit einer Dissertation zum Thema „Funktionen, Strukturen und Regulatoren der präsunnitischen Jihad-Kämpfer im Zeitalter des Absolutismus unter besonderer Berücksichtigung der geistgeschichtlichen Implikationen der Thora“.

Die Infos zu Alois’ Passion, -die Restauration alter Armeewaffen – sind nicht minder aussagekräftig:

(…) Einen Teil (der Waffen) hat er sich auf dem russischen Schwarzmarkt erstanden, den anderen durch seine guten Beziehungen und Freundschaften zu Schweizer Regierungsmitgliedern, Widerstandskämpfern und anderen Terroristen.

Mit viel Liebe zum Detail nahm man sich auch der KEH an:

Diese leiste heute „mit Waffenspenden und Zuschüssen des Bundes, der Europäischen Union und insbesondere der Vereinten Nationen und anderen internationalen Gebern in vielen Ländern der Erde unbürokratische und effiziente humanitäre Hilfe“.

Woher mag eine solche Initiative stammen?

Gründung 1994
Als Folge des Bürgerkriegs zwischen Hutu und Tutsi-Völker, der mangels militärischem Nachschub nach bereits 100 Tagen ohne befriedigende Lösung eingestellt werden musste, rief der renommierte Rüstungs-Experte Dr. Alois B. Stocher zusammen mit anderen Persönlichkeiten der Entwicklungsindustrie im Juni 1994 die KEH ins Leben.

(…)

Die KEH setzte sich von Anfang das Ziel, dass sich solche traurigen militärischen Katastrophen wie in Ruanda nicht wiederholen sollten.

Das KEH sei zudem „effektiv und sparsam“: „Unsere Verwaltungskosten liegen mit 85-90% weit unter dem Durchschnitt anderer Hilfsorganisationen“.

Bild kriegsentwicklungshilfe.ch

Zahlreichen Themen wie Tourismus, Neutralität, Weltfrieden, Frauenschutz etc. widmet sich die Kriegsentwicklungshilfe.

Sogar für Umweltschutz fand man Platz:

Umweltschutz
Wir versuchen Kriegsentwicklungshilfe und Umweltschutz miteinander zu verbinden. KEH setzt sich nicht nur aus ethischen und ökonomischen Gründen für eine gerechte Verteilung der militärischen Ressourcen ein, sondern legt auch Wert darauf, dass die natürlichen Ressourcen geschont bleiben. So setzt KEH weltweit nur erneuerbare Waffen und Munition ein.

Selbst Bei der Zusammenarbeit mit dem Bund halte sich die KEH an strenge Richtlinien:

• Die Schweiz verfügt über strenge Bewilligungskriterien für die Ausfuhr von Kriegsmaterial. So sind beispielsweise Lieferungen an Konfliktparteien oder an Staaten ausgeschlossen, welche die Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzen. Auch die am wenigsten entwickelten Entwicklungsländer dürfen nicht mit Kriegswaffen beliefert werden.

• Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten bewilligt die Schweiz Kriegsmaterialausfuhren nach Afrika, Asien, in den Nahen Osten sowie Mittel- und Südamerika nur mit grosser Zurückhaltung. Diesen Frühling hat der Bundesrat aufgrund der damaligen Menschenrechtslage in gewissen Ländern mehrere Gesuche für den Nahen Osten und Asien abgelehnt.

• Die überwiegende Mehrheit (mehr als 75%) des ausgeführten Kriegsmaterials ging in der Vergangenheit an Staaten, die weitgehend ähnliche Werte vertreten wie die Schweiz. Im Vordergrund stehen zum Beispiel Länder wie die USA (Afghanistankrieg seit 2001, Irakkrieg seit 2003).

• Die Schweiz ist führend in der Transparenz über die Ausfuhr von Kleinwaffen und leichten Waffen. Das unabhängige «Graduate Institute of International and Development Studies» in Genf untersucht jährlich in einer Studie die Transparenz der jeweiligen Länder im Zusammenhang mit der Ausfuhr von Kleinwaffen und leichten Waffen. Dabei kam die Schweiz 2009 auf Platz 1.

• Die Schweiz ergreift sofort Massnahmen bei Missbrauch. Gemessen an
der grossen Zahl der jährlich bewilligten Ausfuhrgesuche sind Missbräuche
sehr selten. Vor rund zwei Jahren ist es beispielsweise zu einer missbräuchlichen Verwendung eines aus der Schweiz gelieferten militärischen Trainingsflugzeugs im Tschad gekommen; ferner wurden vor einigen Jahren aus der Schweiz ausgeführte Panzerhaubitzen unerlaubt nach Marokko weitergeleitet. Der Bundesrat hat sofort mit Ausfuhrstopps, einseitigen Sanktionen und verschärften gesetzlichen Regelungen reagiert.

Emotionen kommen natürlich nicht zu kurz:

Leider ist Abu noch zu jung, um seiner Mutter helfen zu können! Denn die strikten Richtlinien des Bundes bezüglich des Mindestalters der Hilfspaktempfänger erlauben es uns nicht, dem Kind eine angemessene Rüstungshilfe zukommen zu lassen.
Zum Glück aber hat Abu Geschwister, die das vorgeschriebene und von uns streng eingehaltene Mindestalter erreicht haben: Sami (4) und Kezim (5).

(…)

Im März 2000 leistet die KEH unkomplizierte Nothilfe und versorgt Sami und Kezim mit extraleichten und kindereinfach bedienbaren SIG SAUER P220-Pistolen vom Kaliber 9 mm. Damit können sich die beiden Kinder bis weit über ihr Dorf hinaus Respekt verschaffen. Die ganze Familie erlebt daraufhin einen beispiellosen sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg, der bis heute andauert! Vor allem aber musste der kleine Abu nie mehr mitansehen, wie korrupte Steuereintreiber seiner Mutter die Kleider wegnehmen und anderes Leid antun!

Bilder kriegsentwicklungshilfe.ch

Was fehlt noch? Genau, Expertenmeinungen, zum Beispiel Heinz Bösch, der Politologe aus Kairo, mit seinem wohl anschaulichsten Argument:

Rüstungsgüter haben ja auch abschreckende Wirkung. Wir können das gut anhand des Verlaufs des Kalten Kriegs nachvollziehen.

(zu den videos mehr unter „Social Media“)

Mehrwert durch Social Media

Hier liegt, abgesehen von den sehr fantasievoll gestalteten Texten, die grosse Stärke der Kampagne: das Feedback machts aus, die Kontroverse könnte extremer kaum sein. Und wen die Kommentare sonst sehr interessieren, der will zumindest erfahren, wie viele die Satire erkennen.

Alle Ehre macht hier Youtube seinem Ruf als berüchtigt hinsichtlich der Kommentarfunktion. Umso wichtiger deshalb der professionelle Umgang mit der Plattform, wobei die Clips eigentlich Selbstläufer sind. Die beiden Chanels jedenfalls lauten auf „olafschweiz“ und „kriegsentwicklungshilfe“, die Clips wurden jeweils nur ein Mal raufgeladen.

Die Steigerung von KEH zu OLAF ist erkennbar, den pseudo-journalistischen Touch findet man allerdings noch immer vor. Für Youtube geht das in Ordnung. Ob das Spiel inhaltlich weiter getrieben wurde, ist schwer zu sagen, wenn man folgende Aussage betrachtet (der Verständlichkeit halber in Schriftsprache):
(Auf die Frage, ob man Arbeitsplätze riskiere, wenn Kriegsmaterial nicht mehr exportiert werden dürfte)

Sagen wir, Sie betreiben ein KZ, dann gibt’s Leute, die schauen, dass die Leute in die richtigen Zellen kommen, es gibt Leute, die Leichen abtransportieren, es gibt Putzpersonal, das die Reste säubert, sie haben Zulieferfirmen, all die Firmen, die Gas bringen, das ist ein ganzer Wirtschaftszweit, der davon abhängt, und das können Sie eins zu eins mit der Kriegsentwicklungshilfe vergleichen.

Ein besonderer Aspekt bildet das Facebook-Profil von Alois Stocher. Hier erreicht das unbekannte Team nahezu totale Authentizität, wenn den Facebook-Freunden über die Pinwand die Website http://www.christoph-moergeli.ch mit den Worten „Immer wieder lesenswert!“ empfohlen oder Teleblocher als „einziger Fernsehsender mit Klasse!“ angepriesen wird. Herrlich auch das Anschreiben von Michael Schmid, der da meint:

Dass Sie die OLAF und meine Person schlecht zu machen versuchen, ist eine Sache. Aber sich über Jesus und das Christentum lustig zu machen, finde ich einfach nur dégoutant.

Oder die ständigen Aufrufe zur „Volksbefreiung“: „So einfach funktioniert die Volksbefreiung!“, „ Machen Sie mit bei der Volksbefreiung! Für eine sorgenfreie Schweiz. Ihr Alois Stocher“

Getoppt wird das Ganze allein durch das Foto vom Besuch bei bei SVP-Parlamentarierern am Vorabend der Bundesrats-Ersatzwahl.

Bild facebook.com/alois.stocher

Toni Bortoluzzi und Ulrich Schlüer sind darauf gar getaggt, was sie nicht zu stören scheint (obwohl Toni Bortoluzzi gemäss 20min.ch Alois Stocher nicht kenne).

20 Minuten fands interessant und machte gleich einen +6000 Zeichen-Artikel daraus, Amir Mustedanagic versuchte sich dabei auch der Figur Alois B. Stocher zu nähern. Fleissig wurde das „ 3-PHASEN-LÖSUNGSMODELL“ als Titel genannt.

(Die Talkbacks haben in der Printausgabe des 20Min übrigens eine halbe Seite gefüllt, Überschrift „dieses gedankengut ist doch bei vielen vorhanden“)

Bemerkenswert der Facebook-Kommentar: „Toni bringt den tollen Vorschlag, OLAF Schweiz an der nächsten SVP-Vollversammlung einen 45-minütigen Redeblock zur Verfügung zu stellen, damit auch die Basis ins Bild gesetzt wird über unsere Fortschritte und Erfolge in der Ausländerpolitik.“, allerdings nur drei Likes.

Solche kleinen Events und Auftritte scheinen fürs Web gemacht und werden entsprechend eingebunden. Facebook funktioniert auch dank der Videobeiträge, den Websites nehmen sie die Textlast etwas.

Bild kriegsentwicklungshilfe.ch von der „Waffensammelaktion“ Helvetiaplatz Zürich

Wünsche für weitere Kampagnen

Was hätte man besser machen können? Erst einmal: Wo bleibt Twitter? Kein Twitter, sehr schade. Dabei hätte es so leicht integriert werden können, je näher vor der Abstimmung, umso mehr.

Die Facebook-Pinwand wurde, wie erwähnt, rege genutzt, allerdings nicht mehr seit Ende September. Das Schlimme daran: seit drei Wochen steigt der Freunde-Zähler beachtlich, momentan zählt das Profil 739 Freunde.

Mithilfe von Monitoring hätte die frühe Entlarvung abgeschwächt werden können. Der Kommentar von Franz Moser bei fareus
wäre so schwer nicht aufzufinden gewesen:

Interessant in dem Zusammenhang ist vielleicht noch, dass einige der leider immer noch nicht entsorgten Facebook-Gruppe “Ich schäme mich NICHT für das Resultat der Minarett-Initiative!” sich als Fans dieser Massnahmen geoutet hatten, ihre Fan-Bekennung aber zurückgezogen, nachdem sie in einer Diskussion über die Echtheit festgestellt hatten, dass es sich im eine Satire handelt.
Ich zitiere eine Ankündigung in der oben erwähnten Gruppe:
Dani Hunziker ACHTUNG …… WICHTIGE MELDUNG !!!!!!
DAS IST EIN LINKER, DER EUCH ZU RASSISTISCHEN ÄUSSERUNGEN ANIMIEREN WILL, INDEM ER VORGIBT EIN ULTRARECHTER ZU SEIN —- DAS IST EIN LINKER !!!!!!…
http://www.facebook.com/group.php?gid=145125542173236&ref=ts
MELDET DIESEN SCHEISSKERL BEIM FACEBOOK UND NEHMT IHN JA NICHT IN DIE FREUNDESLISTE AUF ODER SCHMEISST IHN WIERDER RAUS !!!!
NEHMT ES ERNST — ES IST KEIN SCHERZ !!!!!
ALLES WAS MIT OLAF ZU TUN HAT ——— MELDEN !!!!!!!!!!!!!!!¨¨
(Zitat Ende)

Sowieso hätten die Strippenzieher ihren Widersachern das Leben schwerer machen können, wenn besser kommuniziert worden wäre: Ein 20Min-Artikel über die OLAF findet sich auf der Website der Antifa Bern, Alois Stocher findet sich überraschend oft im Medienspiegel der Reitschule Bern
und die Alternative Liste Zürich empfiehlt die Website der Kriegsentwicklungshilfe. Hier hat die Koordination eindeutig versagt.

Dass der Youtube-Chanel für „Volkgsbefreiung“ nicht reserviert wurde, ist nicht tragisch, aber eben auch nicht konsequent, vor allem wenn man bedenkt, dass auf die OLAF-Website auf Facebook als „Volksbefreiung“-Plattform verwiesen wird.

Woran sich weitere Kampagnen definitiv orientieren dürfen und sollten, das sind die Eindrücke, welche zurückbleiben, wenn man sich mit dieser Kampagne auseinandergesetzt hat:

Da wären etwa die reflexartigen „Nazi“- Rufe und andere Beschimpfungen, wofür ich hier „MinaLeein“ auf Youtube
anführen möchte:

haha huere_ missgiih nüt besser’s zduue ii üchem lebe,, send doch soo sinnlosih huere nazii schwiizer’s.

Unterhaltsamer sind allerdings die vermeintlichen Seelenverwandten, auch wenn viele von ihnen die Freundschaft vermutlich wieder aufgelöst haben. Vor allem die Parlamentarier unter ihnen.

Zwischen den Extremen finden sich auch Moralisten und Pessimisten. Während erstere auf die Geschichte verweisen (was auch etwas Beruhigendes hat, wenn Leute meinen, aus der Geschichte gelernt zu haben), liest man von letzteren besonders oft, dass die Realität die Satire eingeholt habe. Eine durchaus ergiebige Diskussionsbasis.

Und natürlich der Kommentar der SVP. Um diesen scheint sich übrigens nur der Blick interessiert zu haben:

«Das ist eine typische Trittbrettfahrer-Aktion. Ähnliche Aktionen haben wir im Umfeld unserer Kampagnen und politischen Aktivitäten schon mehrfach erlebt», sagt Generalsekretär Martin Baltisser. Im Netz tummelten sich eben viele Leute, denen fast jedes Mittel Recht sei, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen.

Advertisements

3 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. […] nach der Alois B. Stocher-Hommage sollte ich mir gut überlegen, in welcher Länge ich meine Artikel auf der Startseite präsentieren […]

  2. […] Geschmack: Alois B. Stocher, Geschäftsführer der Organisation zur Lösung der Ausländerfrage. Eine schöne Auszeichnung für seine Leistung hat er bereits, deshalb nun alles zum neusten Stand der Volksbefreiung. – Es hat sich einiges […]

  3. […] – Alois B. Stocher verfolgt keinerleit satirische Absichten und führt auch keine Kampagne. […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: